Ein erlebnisreicher Ausflug der ersten Klassen der Neuwindeckschule zum Aspichhof

Lernen mit allen Sinnen im Rahmen der Naturparkschule

Am Rande von Ottersweier, fast schon majestätisch inmitten grüner Wiesen gelegen, befindet sich der Aspichhof – ein besonderer Bauernhof, der nicht nur durch seine idyllische Lage beeindruckt, sondern vor allem durch sein Konzept: Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung Hand in Hand. Im Rahmen unserer Naturparkschule machten sich die ersten Klassen der Neuwindeckschule aus Lauf zu Fuß auf den Weg zu diesem Lern- und Erlebnisort – ein spannender und nachhaltiger Ausflug, der sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Empfangen wurden wir von Mara, sie übernimmt die Führungen durch den Aspichhof mit den Kindern der Naturparkschulen. Auf dem großen Traktor trafen wir Simon Glaser – ein echtes Original. Simon, der den Aspichhof gemeinsam mit seinem Vater Ewald führt, ist ein Bauer wie aus dem Bilderbuch: gut gelaunt, immer für einen Scherz zu haben, mit Herz und Leidenschaft bei der Sache. Ob auf dem Traktor, im Kuhstall oder beim Erklären der hofeigenen Technik: Simon hilft überall mit.

Ein besonderes Highlight für die Kinder war der Besuch bei den Kühen. Diese leben in einem modernen, offenen Laufstall mit automatischer Reinigung – Komfort pur für die Vierbeiner! Sie gehen sogar selbstständig zur Melkstation, die genau erkennt, ob die Kuh bereits gemolken wurde. Wer wollte, durfte beobachten, wie die Kühe sich an rotierenden Bürsten massieren oder ganz entspannt ihr Futter genießen. Es war sofort klar: Hier leben glückliche Tiere. Highlight der Kinder waren natürlich die kleinen Kälbchen, das jüngste gerade einmal eine Woche alt.

Doch damit nicht genug – auf dem Aspichhof gibt es noch viele weitere tierische Bewohner zu entdecken: Schweine, Pferde, Kühe und viele verschiedene Vögel. Die Kinder konnten hautnah erleben, wie vielfältig das Leben auf dem Bauernhof ist und wo unsere Lebensmittel wirklich herkommen. Dabei standen Nachhaltigkeit und Regionalität stets im Mittelpunkt. Alles, was auf dem Hof produziert wird – vom Joghurt über Käse, Wurst und Fleisch bis hin zu Wein, Obst und Kürbissen – entsteht mit viel Liebe und in hoher Qualität direkt vor Ort. Und das Beste: Die Produkte werden ganz ohne lange Transportwege oder unnötige Verpackungen im Hofladen, in der Bäckerei in der Hub, im Verkaufswagen in Affental und in der Markthalle in Achern angeboten.

Ein ganz besonderes Erlebnis war für die Kinder die Herstellung von Butter. Wer dachte, das ginge mal eben schnell, wurde schnell eines Besseren belehrt. Mit viel Energie und Teamgeist wurde am Tisch geschüttelt, was das Zeug hielt – bis schließlich ein Glas frische Butter entstanden war. Belohnt wurde die Mühe mit einem köstlichen Vesper: selbstgemachte Butter auf frischem Brot, dazu Hefezopf und cremiger Joghurt – alles direkt vom Hof.

Der Ausflug zum Aspichhof war mehr als nur ein Wandertag. Er war ein Lernabenteuer mit allen Sinnen, eine Begegnung mit der Natur, den Tieren, den Menschen – und mit dem, was wirklich zählt: Wertschätzung für unsere Umwelt, für Lebensmittel und für die Arbeit, die dahintersteckt.

Ein herzliches Dankeschön an Mara Tatzik und das gesamte Team des Aspichhofs sowie die Begleitpersonen!

 

Ein summender Ausflug – Die Klasse 2 der Neuwindeckschule besucht Imkerin Sonja Schaufler

Bei bestem Wetter und noch besserer Laune machte sich die 2. Klasse der Neuwindeck-Schule gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Huber und weiteren Begleitpersonen auf den Weg nach Neusatz zur Imkerin Sonja Schaufler. Im Rahmen des Projekts Naturparkschule stand ein ganz besonderer Vormittag bevor – ein spannender Einblick in die Welt der Bienen.

Schon auf dem Weg dorthin herrschte Vorfreude, und bei der Ankunft wurden die Kinder mit einem herzlichen Empfang belohnt. Mit viel Geduld und Fachwissen führte Frau Schaufler die neugierigen Schülerinnen und Schüler durch das Leben im Bienenstock. Wussten Sie, dass in einem einzigen Bienenstock bis zu 50.000 Bienen leben? Oder dass die Bienen für ein Glas Honig rund 120.000 Kilometer fliegen? Auch warum aus einem Ei eine Bienenkönigin wird und wie wichtig Bienen und Insekten für unsere Ernährung und Natur sind, wurde kindgerecht und lebendig erklärt.

Ein besonderes Highlight war das Mitmachspiel, bei dem die Kinder selbst in die Rolle der Bienen schlüpfen durften. Ob als Spurbiene auf der Suche nach geeigneten Sammelplätzen, als Sammlerbiene für Pollen und Nektar oder als Wächterbiene – schnell wurde klar, wie anstrengend und gleichzeitig faszinierend das Leben einer Biene ist. Mit viel Begeisterung und ein bisschen Schweiß erlebten die Kinder hautnah, was diese kleinen Insekten täglich leisten.

Zur Stärkung gab es im Anschluss ein frisch gebackenes Brot mit Honig sowie mit Kräutern aus dem Garten verfeinertes Mineralwasser. Wer mochte, konnte sogar das Naturprodukt Oxymel – ein traditionelles Getränk aus Honig, Essig und Kräutern – probieren.

Während der Besuch bei den echten Bienenstöcken in kleinen Gruppen stattfand, durften die übrigen Kinder kreativ werden und ihre eigene Biene basteln – eine bleibende Erinnerung an diesen besonderen Tag. Sogar ein kurzes “Bienenstreicheln” war möglich, natürlich unter sachkundiger Anleitung und mit viel Respekt vor den Tieren.

Am Ende des Vormittags waren sich alle einig: Dieser Ausflug war nicht nur lehrreich, sondern auch unvergesslich schön. Und eines haben die Kinder ganz besonders mitgenommen: Ohne Bienen und Insekten wäre unser Frühstückstisch ganz schön leer – Grund genug, diese kleinen Wunderwesen künftig noch mehr zu schätzen und zu schützen.

Ein herzliches Dankeschön an Imkerin Sonja Schaufler für den tollen Einblick in ihre Arbeit und an alle Helferinnen und Helfer, die diesen Ausflug möglich gemacht haben!